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AMERICAN POP

Ralph Bakshi | USA 1981 | 96′ | OmeU

War, Drugs, Love and Popcorn: Anti-Disney Ralph Bakshi verdichtet 100 Jahre Popkultur zu einem rauschhaften Jukebox-Musical.

Underground-Zeichentrickser Ralph Bakshi rast mit voller Wucht durch Jahrzehnte US-amerikanischer Subkultur: vom Vaudeville um 1900 über staubigen Blues und psychedelischen Rock bis zum rotzigen Punk und Synthesizer-Pop der frühen 80er-Jahre. Über vier Generationen hinweg begleiten wir eine jüdische Einwander*innenfamilie, die in der Musik des 20. Jahrhunderts ihr Zuhause sucht.

Wenn es jemanden gibt, der in den 70er-Jahren die brave Animation von Disney und Co. im Alleingang in Stücke gerissen hat, dann ist es Ralph Bakshi. Wie kaum ein anderer prägte er die US-amerikanische Erwachsenenanimation. Formate wie THE SIMPSONS oder FAMILY GUY wären ohne seine Vorarbeit kaum denkbar. Dass Bakshis Filme gerade hinsichtlich ihrer Frauenbilder aus heutiger Sicht kritisch zu betrachten sind, gehört zur Auseinandersetzung mit einer Filmgeschichte, deren Einfluss und Widersprüche gleichermaßen sichtbar gemacht werden müssen.

Bakshis Lust an der Grenzüberschreitung entfaltet sich auch in AMERICAN POP: Knallbunte Aquarelle und exzessive Rotoskopie-Collagen lassen die Grenzen zwischen Realität und Animation verschwimmen. Doch der heimliche Star dieses ungeschliffenen Musikfilmjuwels ist sein geradezu außerweltlicher Soundtrack mit Hits von Janis Joplin, Bob Dylan, Lou Reed, Herbie Hancock und den Mamas & the Papas. Wow!

PRESSESTIMMEN

»A Rock-star epic, a cartoon movie for and about grown-ups, in both style and substance.« SLATE

»AMERICAN POP is a dazzling display of talent, nerve, ideas (old and new), passion and a marvelously free sensibility. The man may well be a genius, though that sort of pronouncement will have to wait on time.« NEW YORK TIMES (1981)

RALPH BAKSHI

Während der Mainstream in sterilen Disney-Fantasien schwelgte, hielt Ralph Bakshi dem New York der 70er den Spiegel vor. Er füllte die Leinwand mit Sex, Drugs, Jazz und purer Straßenkultur. Mit seinem Debüt FRITZ THE CAT, dem ersten Animationsfilm, der ein X-Rating erhielt, sprengte er sämtliche Konventionen und bewies, dass Trickfilm radikal, politisch und erwachsen sein kann. Neben AMERICAN POP folgten das schonungslose Drama HEAVY TRAFFIC, der psychedelische Fantasy-Kult WIZARDS und seine eigenwillige Adaption von THE LORD OF THE RINGS.

SCREENING

Fr., 13.11.16:30FilmgalerieTickets
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