Startschuss Weekender!

Bis Sonntag läuft unser Weekender CINEMA_UTOPIA! Wir sehen uns im Kino!

Kult! Kult! Kult!

Morgen (Mittwoch, 15.09.) bespielen wir einen Tag vor dem offiziellen Startschuss in unseren Weekender das Ostentor Kino mit drei utopisch guten und ebenso kultverdächtigen Indie-Klassikern. Zu all unseren Veranstaltungen gibt es übrigens auch Tickets an der Abendkasse!
22:00 PARIS IS BURNING (Jennie Livingston, USA 1990, 71′)
Race, class, gender und jede Menge Glitter – Legendäre Zeitreise in die Welt der New Yorker Ballroom-Szene
19:00 BILDNIS EINER TRINKERIN (Ulrike Ottinger, BRD 1979, 107′)
Von einer, die auszog, für immer zu trinken: Ulrike Ottingers campiges Versprechen einer Reise in den Exzess. Kultkino!
16:00 DAUGHTERS OF THE DUST (Julie Dash, USA 1991, 112′)
Beyoncés Inspiration: Impressionistisches Empowerment zwischen westafrikanischer Symbolik und 90er-Musikvideoästhetik.

Mehr Infos und Tickets gibt es hier.

Programmtipps 5: Junge Filmemacherinnen

Junge Regisseurinnen begeben sich beim Transit Filmfest mit ihren vielschichtigen und entschlossenen Filmen auf Pfade jenseits etablierter Erfolgsrezepte.

Zheng Lu Xinyuan gelingt mit dem wundervoll verträumten THE CLOUD IN HER ROOM das vielleicht aufregendste Filmdebüt der letzten Jahre. Die Österreicherin Sandra Wollner entwirft in ihrem Androidenmärchen THE TROUBLE WITH BEING BORN eine fesselnde Antithese zu Pinocchio. Laura Casabes THE RETURNED mischt klassische Horror-Tropen mit argentinischer Folklore und legt dabei das reale Grauen der Kolonialisierung Südamerikas offen. Für JETZT ODER MORGEN begleitete Lisa Weber eine Wiener Familie drei Jahre lang in ihrer Sozialwohnung und zeichnet damit ein ehrliches Portrait voller Zärtlichkeit und Liebe. Anna Sofie Hartmanns kontemplative Spurensuche GIRAFFE erzählt vom Verschwinden von Orten und Menschen, von Arbeitsmigration und der Suche nach dem Glück. Die drei Belgierinnen Sofie Benoot, Liesbeth De Ceulaer und Isabelle Tollenaere nehmen uns in VICTORIA mit nach California City, eine gigantische Geisterstadt in der Wüste Kaliforniens, die zum Abziehbild der USA wird.

Die ausführlichen (und wirklich sehr lesenswerten!) Beschreibungstexte und Tickets findet ihr hier!

Programmtipps 4: Kompromisslose Kino-Experimente

Für uns ist Kino immer auch ein Ort des Experiments, ein fantastisches Spiel mit den Emotionen und Kognitionen, mit den  Gefühlen und Erwartungen unserer Zuschauer*innen.
Mit ungebrochener Experimentierfreude fegt Kultregisseur Nobuhiko Ôbayashi mit seinem LABYRINTH OF CINEMA wie ein wilder Wirbelsturm durch die Filmgeschichte. Regisseur Affonso Uchôa erzählt in seinem mittellangen Hybridwerk SEVEN YEARS IN MAY eine spannende Lagerfeuergeschichte zwischen Politik und Mythos. Ein Film wie ein Magnet! Abba T. Makama, Shooting Star des nigerianischen Films, verhandelt in THE LOST OKOROSHI kulturelle Identität in surreal-poppig inszenierter Maskerade. Und nicht zuletzt haucht das Nature Theater of Oklahoma in Kelly Coppers und Pavol Liskas irrem Genremix DIE KINDER DER TOTEN hunderten Laiendarsteller*innen in der österreichischen Provinz untotes Leben ein. Eines Teilen sich diese drei Projekte zwischen Experimental-, Trash- und Essayfilm: Sie sind kompromisslose Liebeserklärungen an die Filmkunst und verdienen euch als Publikum!

Die ausführlichen (und wirklich sehr lesenswerten!) Beschreibungstexte und Tickets findet ihr hier.

Programmtipps 3: Heimatfilme der etwas anderen Art

Verwurzelung und Entwurzelung, Veränderung und Stillstand. Das sind die Themen der Filme, die wir euch heute ans Herz legen wollen:
Unser offizieller Abschlussfilm, Lemohang Jeremiah Moseses THIS IS NOT A BURIAL, IT’S A RESURRECTION, zaubert uns an einen Ort, an dem die Grenzen zwischen Realität und Mythos verschwimmen. Reinste Kinomagie aus Lesotho gegen kulturelle Verdrängung! In Kelly Coppers und Pavol Liskas lustvoll-trashiger Jelinek-Verfilmung DIE KINDER DER TOTEN kommen Heimatfilm, Horrorkino, Stummfilm, Filmgroteske und Komödie wie selbstverständlich in der Dystopie zusammen. Anna Sofie Hartmanns kontemplative Spurensuche GIRAFFE erzählt vom Verschwinden von Orten und Menschen, von Arbeitsmigration und der Suche nach dem Glück. Der diesjährige Max Ophüls Preis-Gewinner Johannes Maria Schmit bricht in NEUBAU mit der Großstadt und im Sinne einer “Neuen Selbstverständlichkeit” ganz beiläufig mit normativen Geschlechterentwürfen.
Die ausführlichen (und wirklich sehr lesenswerten) Beschreibungstexte und Tickets findet ihr hier.

GIRAFFE – Zu Gästin: Regisseurin Anna Sofie Hartmann!

© Jenny Lou Ziegel

Am 17.09. um 15 Uhr zeigen wir euch im Wintergarten die kontemplative Spurensuche GIRAFFE. Eine gleichermaßen elegische wie leichthändige Betrachtung über das Verschwinden von Orten und Menschen, von Arbeitsmigration und der Suche nach dem Glück. Ganz besonders freuen wir uns, die Regisseurin Anna Sofie Hartmann nächsten Freitag bei uns in Regensburg begrüßen zu dürfen! Tickets und weitere Infos bekommt ihr hier.

Anna Sofie Hartmann wurde in Dänemark geboren und lebt seit 2008 in Berlin, wo sie ihre Ausbildung an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin absolvierte. Ihr erster Langfilm LIMBO (2014) hatte seine Premiere auf dem San Sebastian International Film Festival. GIRAFFE feierte 2019 in Locarno Weltpremiere und gewann u. a. auf der Viennale den begehrten FIPRESCI-Preis.

Wir danken unseren Partner*innen von epd Film!

Unsere lieben wie kompetenten Partner*innen von epd Film haben einige Filme unseres Festivalprogramms unter die Lupe genommen und schreiben:

→ “EMA hat mit seiner faszinierenden Protagonistin, seiner eigensinnigen Poesie und seiner Radikalität ganz sicher das Zeug zum Kultfilm.”
→ In GIRAFFE wird “eine elegische Betrachtung über das Verschwinden von Menschen und Geschichten […] zu einer Reflexion über eine Welt, die alleine um Kosten-Nutzen-Rechnungen kreist.”
→ DRUK (DER RAUSCH) hat ”praktisch jeden Preis gewonnen, für den er nominiert war. […] Das Drehbuch sei beflügelt von einem “wundersame[n] Flair von Utopie” Die Idee vom ewigen Rausch sei eine “Verschwörung gegen die Vernunft, eine Rückeroberung der Unreife, letztlich ein Pennälerstreich”.
→ ”THE TROUBLE WITH BEING BORN ist maximal produktive Verstörung, ein audiovisuelles Ereignis, streng, flirrend, in alle Richtungen offen.”
→ CURVEBALL sei “[…] ein kluges und gut gespieltes Lehrstück über heute noch viel brisantere Fragen von Fakt und Fake und scheinbar banale Fehleinschätzungen mit fatalen Folgen.”

Vielen Dank für die Zusammenarbeit!
Tickets für diese und alle anderen Filme unseres Programms gibt es hier.

Programmtipps 2: Vielfältiges politisches Kino

Kann ein Film die Welt verändern? Das vielleicht nicht, aber das Kino kann wichtige Denkanstöße zu gesellschaftlich relevanten Themen geben.
In Arie und Chuko Esiris nigerianischem Drama EYIMOFE wird der Abschied vom Sehnsuchtsort Europa zum emanzipatorischen Akt.
Laura Casabés Genremix THE RETURNED verbindet das Übersinnliche mit dem realen Grauen der Kolonialzeit Südamerikas und dessen Auswirkungen auf nachfolgende Generationen.
Und Johannes Nabers bitterböse Agenten- und Bürokratie-Satire CURVEBALL erinnert uns daran, dass provinzieller Karrierismus sowie große Politik nicht erst seit Donald Trump auf Minderwertigkeitskomplexe, übertriebene Eitelkeiten und alternative Fakten/Fake News bauen – nach wahren Begebenheiten. Leider.

Weitere Infos und Tickets findet ihr hier.

NEUBAU – Zu Gast: Hauptdarsteller & Autor Tucké Royale!

© Portrait: Hannes Wiedemann

Am 19.09. um 15 Uhr zeigen wir euch im Wintergarten einen Heimatfilm der etwas anderen Art – den großartigen NEUBAU. Wir freuen uns riesig euch mit Tucké Royale den ersten Präsenzgast vorstellen zu dürfen, der mit uns und euch im Anschluss an das Screening live im Kino über den Film sprechen wird. Weitere Infos & Tickets gibt es hier.