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LE VOYAGE DANS LA LUNE (DIE REISE ZUM MOND)

Georges Méliès | FRA 1902 | 16′ | engl. title cards
in Kombination mit: SHERLOCK JR.

Fly me to the Moon! Dieser allererste Fixstern des Science-Fiction-Kinos strahlt noch immer heller als hell. Das Pop-Duo Air verbeugt sich vor so viel Kinomagie mit einem kongenialen Filmscore.

Während die Moderne versucht, die Welt mit Rationalität und Fließbandarbeit zu vermessen, entfesselt ein ehemaliger Zauberkünstler die Magie der Leinwand: 1902 schießt Georges Méliès eine Gruppe exzentrischer Wissenschaftler in einer Kanonenkapsel direkt ins Auge des Erdtrabanten. Autsch! Das hat gesessen. Kaum auf dem Mond gelandet, folgt ein irrer Trip: Lebendige Sternbilder bevölkern das Firmament, selenitische Mondwesen tummeln sich und allerlei Naturgesetze werden mithilfe innovativer Filmtricks ausgehebelt.

LE VOYAGE DANS LA LUNE ist weit mehr als eine historische Fußnote oder das erste visuelle Effektspektakel der Filmgeschichte. Es ist ein radikales Manifest für ein Kino der Attraktionen, das die dokumentarische Realität der Kinoerfinder Lumière zugunsten des Staunens liegen lässt. Zwischen den umwerfenden Kulissen aus handbemaltem Papier funkelt eine unbändige anarchische Lust am filmischen Fabulieren, die bis heute unzählige Künstler*innen inspiriert. Bei Transit gehen wir mit der restaurierten handkolorierten Fassung und der extra für den Film geschaffenen Musik von Air auf Moon-Safari. 

PRESSESTIMMEN

»He invented everything, basically, he invented it all. And when you see these colored images moving, the way he composed these frames and what he did with the action, it’s like looking at illuminated manuscripts moving.« MARTIN SCORSESE

»Air have provided a brand new soundtrack. A perfectly-fitting euphoric cacophony, it’s no exaggeration to suggest that it will become the accepted score for the next hundred years.« DIGITAL SPY

GEORGES MÉLIÈS

Georges Méliès befreite das Kino aus der reinen Abbildung der Realität und machte es zum ultimativen Transportmittel für kollektive Träume. Er war der erste filmische Eskapist, ein Illusionist, der das Zelluloid als Leinwand für seine wildesten Fantasien nutzte. Zwischen 1896 und 1913 drehte er über 500 Filme und experimentierte umfassend mit Doppelbelichtung, Stop-Motion und Splitscreen. 2012 veröffentlichte die französische Kultband Air ihre musikalische Hommage: LE VOYAGE DANS LA LUNE.

SCREENING

So., 15.11.13:00FilmgalerieTickets
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