Zum Inhalt springen

Unser Programm steht und in der Stadt sind schon die ersten gedruckten Programmhefte unterwegs. Ab sofort gibt es auf unserer Website Tickets für die Opening Night und alle Filmscreenings. Viel Spaß beim Stöbern und beim Pläne schmieden! Wieder heißt es dieses Jahr: keine Überschneidungen! Theoretisch könnt ihr also jeden Film aus unserem Programm sehen. Get your tickets now! >PROGRAMM UND TICKETS<

I LOVE PARIS © Rareamazing

Die internationale Hauptsektion der diesjährigen Festivalausgabe ist eine Einladung, die sogenannte Wirklichkeit und ihre Machtstrukturen für einen Moment nicht als Naturgesetz zu begreifen, sondern als Material, das sich zerlegen, verdrehen und neu montieren lässt. So beißt sich in I LOVE PARIS eine Rap-Newcomerin mit Vampirzähnen vorbei an verstaubten Hierarchien ins Rampenlicht der Musikindustrie und in der japanischen Horrorsatire MAG MAG zerstückelt ein Rachegeist uralte patriarchale Mythen. In HEX bläst eine feministische Black-Metal-Band aus Norwegen ohne instrumentale Vorkenntnisse, dafür mit viel Corpse Paint und okkulten Ritualen zum Angriff gegen den männerdominierten Metal-Adel. 

Ultimative Fantasien können uns aber auch warm ums Herz machen: In Jason Firstmans unwahrscheinlicher Feelgood-Dramedy CLUB KID entwickelt ein New Yorker Partykönig ungeahnte Vatergefühle. In der Doku ADAM’S APPLE begegnet uns eine gelebte Utopie, wenn wir eine Familie über zwei Jahrzehnte bei der Transition ihres Kindes begleiten und wieder neue Hoffnung für die gegenwärtigen USA schöpfen. Auch unser offizieller Eröffnungsfilm TANGLES erzählt in handgezeichneten Bildern mit viel Humor und Gefühl vom Festhalten und Loslassen in familiären Ausnahmezuständen.

Wie immer bei Transit erwarten euch auch dieses Jahr wieder Beiträge, die Mut zur ungewöhnlichen Form und Ästhetik beweisen. Wir freuen uns auf Hauptdarstellerin und Drehbuchautorin Emma Paetz, die mit ihrem herrlich unaufgeräumten Film-im-Film-Projekt WORRY TIME persönlich zu uns nach Regensburg kommen wird. Im deutschen Beitrag OBJET A von Ann Oren werden wir Zeug*innen eines bewusstseinserweiternden Erotik-Experiments zwischen moosbehaarten Achseln und Psilocybin. In BARRIO TRISTE von Bad Bunny-Collaborateur Stillz, begeben wir uns zum Sound von Arca auf eine hypnotische Nachtwanderung durch die Vororte von Medellín. Deutschlandpremiere feiert bei uns THE DAYS OFF, das Debüt der argentinischen Regisseurin Lucila Mariani. Darin flüchten sich Jugendliche in die ätherischen Parallelwelten des frühen Internets und erschaffen sich durch ›Shifting‹ eine neue ›Desired Reality‹.

Das Kino war schon immer eine Maschine für Unmöglichkeiten. Bevor Computer Welten rendern konnten, wurden Monde an Kulissen gehängt, Menschen in die Leinwand hinein montiert, Bilder rückwärts laufen gelassen, Puppen zum Leben erweckt, Körper zerlegt und wieder zusammengesetzt. Die Retrospektive TRICK ME geht diesen kleinen Sabotageakten aus einem Jahrhundert Trickfilm- und Filmtrickgeschichte nach. So verwandelt Jan Švankmajers ALICE das Wunderland in eine morbide Stopptrick-Welt, Buster Keaton springt in SHERLOCK JR. durch die Grenzen der Leinwand und Animations-Ikone Suzan Pitt führt uns mit ASPARAGUS durch surreale freudsche Traumlandschaften. In AMERICAN POP rotoskopiert Ralph Bakshi ein Jahrhundert Popkultur zum rauschhaften Anti-Disney-Musical und in Mamoru Oshiis Anime-Meisterwerk ANGEL’S EGG voller rätselhafter Allegorien kann jede*r Zuschauer*in etwas anderes sehen – endlich, denn der Film hat es nach 41 Jahren erstmals auf ausgewählte deutsche Leinwände geschafft. Auch der kultisch verehrte TETSUO: THE IRON MAN von Japans Indie-Legende Shin’ya Tsukamoto war selten in Deutschland im Kino zu sehen. In diesem japanischen Body-Horror-Beitrag verschmelzen Fleisch, Metall und Industrial Noise zu einem einzigen technoiden Fiebertraum. Weniger hart geht es in Faith Hubleys New-Age-Fantasie THE COSMIC EYE zu, in der zwischen Dizzy Gillespie und Wassily Kandinsky der Traum von einer besseren Welt gezeichnet wird. Wir verdanken diese verschüttete Animationsperle Faith Hubleys Tochter Emily, die ebenfalls mit einem animierten Kurzfilm bei uns vertreten sein wird. Und wenn dann noch Georges Méliès mit LE VOYAGE DANS LA LUNE zum Mond fliegt und das Pop-Duo Air den Soundtrack zu dieser Mutter aller Kinomagien liefert, heben wir hoffentlich endgültig in fantastische Sphären ab.

In diesem Jahr konnten wir es außerdem nicht lassen, euch wieder peak Live-Acts nach Regensburg zu holen. Zur Eröffnung bringt Mira Mann im Foyer des Leeren Beutels Poesie, Musik und Performance zusammen. Am Samstag steigt dann unsere legendäre Festivalparty mit elen in wavs, das bisschen Totschlag, ketacat, goldie 333 und iseekyou im Saal des Leeren Beutels. 

Choose your Fighter, schnappt euch Schwert und Morgenstern and don’t forget: Die Zukunft ist noch nicht entschieden. Hier gehts zu >PROGRAMM UND TICKETS<

Außerdem gibt es wieder FESTIVALPÄSSE für das gesamte Filmprogramm (augenommen die Opening Night) und Tickets für die FESTIVALPARTY.

0
0
Warenkorb
Dein Warenokrb ist leer