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ASPARAGUS

Suzan Pitt | USA 1979 | 20′ | OmeU
in Kombination mit: THE COSMIC EYE (+ Vorfilm)

Zwischen Spargel und Scheiße sprießt die Schöpfungskraft: Animations-Ikone Suzan Pitt übergibt uns einem erotischen Bewusstseinsstrom.

Mit einem Akt der Defäkation beginnt ASPARAGUS eine Reise durch die Tiefen des Unbewussten, die wiederum in einem Akt der Fellatio mündet. Dazwischen entfaltet sich ein psychedelischer Rausch, in dem Körper, Gegenstände und Räume in unaufhörlichen Zyklen ihre Gestalt verändern. Phallische Spargelstangen sprießen zu zarten Farnen, Interieurs öffnen sich zu surrealen Traumlandschaften, und jede Szene gebiert die nächste.

Zu einer Zeit, in der die Animationslandschaft stark männlich geprägt war, erforschte Suzan Pitt weibliche Sexualität und das Unbewusste mit einer kompromisslosen Bildsprache. Dass ASPARAGUS fast zwei Jahre lang als Vorfilm von David Lynchs ERASERHEAD im amerikanischen Mitternachtskino lief, verwundert wenig. Schließlich entzieht sich die traumwandlerische Dramaturgie des Spargel-Deliriums jeder linearen Logik. ASPARAGUS lässt sich als erotische Allegorie auf den kreativen Prozess verstehen: ein Kreislauf aus Begehren und Entdeckung, Aufnahme und Ausstoß, schöpferischem Impuls und Erneuerung.

PRESSESTIMMEN

»It’s so vague, so sprawling and so extraordinary that the freedom of the animation genre is perhaps the best vehicle to express this idea within.« FAR OUT MAGAZINE

»There are still people who feel that animation is inherently incapable of be­ing profound or cinematic. Such hoary sentiments are once again laid to rest with the appearance of Suzan Pitt’s ASPARAGUS.« FILM COMMENT

SUZAN PITT

Suzan Pitt studierte klassische Malerei, brachte sich die Animationskunst selbst bei und experimentierte mit Cut-outs, Cartoons und Stop-Motion. 1974 begann sie die Arbeit an ASPARAGUS, für dessen Fertigstellung sie vier Jahre benötigte. Sie kooperierte mit Keith Haring für eine Reihe von Graffiti-Mänteln, stellte ihre Kunst im MoMA New York aus und schuf animierte Projektionen für deutsche Staatsopern. 2019 erhielt sie beim Animafest Zagreb den Lifetime Achievement Award, wenige Tage später starb sie an Bauchspeicheldrüsenkrebs.

SCREENING

Sa., 14.11.13:00FilmgalerieTickets
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