THE COSMIC EYE (+ Vorfilm)
Faith Hubley | USA 1986 | 72′ | OV
in Kombination mit: ASPARAGUS | đ mit Online-Q&A: Emily Hubley
Zwischen Dizzy Gillespie und Wassily Kandinsky hÀlt Faith Hubley unbeirrt an der New-Age-Fantasie einer besseren Welt fest. Peace!

Drei auĂerirdische Musiker*innen machen einen Abstecher zur Erde und beobachten das Treiben ihrer Bewohner*innen. Auf ihrer Reise durch Schöpfungsmythen begegnen sie einer ĂŒberwĂ€ltigenden Vielfalt kultureller Bildwelten: Indigene Kunsttraditionen aus Asien, Afrika und Nordamerika treffen auf die fantasievollen Formen von Paul Klee, Joan MirĂł und Wassily Kandinsky. Getragen von einer jazzdurchtrĂ€nkten Klanglandschaft und der Stimme der Bebop-Legende Dizzy Gillespie als Father Time entfaltet sich ein freiflieĂender Kosmos jenseits konventioneller ErzĂ€hlstrukturen.
Wie in den animierten Musik-Epen FANTASIA oder ALLEGRO NON TROPPO folgt der Film weniger einer linearen Handlung als dem Rhythmus von Musik und Bildern. Die Animationen reagieren auf vorab aufgezeichnete GesprÀche von Faith Hubleys Kindern, die nicht wussten, dass sie aufgenommen wurden. So treffen kosmische Schöpfungsmythen auf beilÀufige menschliche Gedanken, wÀhrend die Zukunft unseres Planeten zur Verhandlung steht.
Vor THE COSMIC EYE zeigen wir den Kurzfilm HER GRANDMOTHERâS GIFT (USA 1995 | 4′) von Faiths Tochter Emily Hubley. Mit Collagen, Fotografien und Cut-out-Animationen erkundet sie den Blick ihrer GroĂmutter auf Menstruation und Weiblichkeit â ein intimes, generationenĂŒbergreifendes Spiel mit Frauenbildern und Körpergeschichte.
PRESSESTIMMEN
»THE COSMIC EYE â an ingenious work that displays its virtuosity lightly â is as joyous and heartening a movie as youâll find all year.« LOS ANGELES TIMES (1986)
»One of the most eclectic and bewitching animated films of its decade.« EOFFTV REVIEW
FAITH HUBLEY
Faith Hubley gehört zu den prĂ€genden Stimmen des US-amerikanischen Animations- und Experimentalfilms. Mit ihrem Mann John grĂŒndete sie 1955 ihr eigenes Studio und schuf innovative Animationsfilme, darunter die Oscar-prĂ€mierten Kurzfilme MOONBIRD oder THE HOLE. Ihre Tochter Emily ist Animationsfilmerin und arbeitete an zahlreichen Projekten mit ihrer Mutter. Gemeinsam mit ihren Geschwistern betreut sie das filmische Erbe ihrer Eltern. Mit ihrer Schwester Georgia, Schlagzeugerin von Yo La Tengo, arbeitet sie aktuell an einem Animationsfilm ĂŒber ihre Mutter.
SCREENING
| Sa., 14.11. | 13:00 | Filmgalerie | Tickets |

