Kurzfilmprogramm & Vortrag am Dienstag

In einem fast voll besetzten Wintergarten lief heute nach dem interessanten Kurzfilmprogramm mit The Migrating Image nicht nur ein ganz besonderer Kurzfilm, Regisseur Stefan Kruse gewährte uns und dem Publikum außerdem einen tollen Einblick in die Recherche zu seinem Film The Migrating Image.

Vielen Dank für die spannende Analyse zur Konstruktion gesellschaftlicher Stimmungen durch Überproduktion technischer Bilder im Kontext der sogenannten „Flüchtlingskrise“ und den tollen Film!

Unser Dank gilt außerdem Michael Fleig von der Internationalen Kurzfilmwoche für die Moderation und Kuration der Filme!

Foto: © Regina Schenk

Der Montagabend im Wintergarten im Andreasstadel

Zwei Filme, zwei Regensburger Filmfestivals: Heute zeigten wir Canción sin nombre sowie The Man Who Surprised Everyone im Kino im Andreasstadel. Die Filme wurden jeweils von unseren Regensburger Partner*innenfestivals CinEScultura und QUEER-Streifen Regensburg vorgestellt:

Canción sin nombre von Regisseurin Melina León portraitiert den Kampf einer jungen Mutter und eines Journalisten um ihr unmittelbar nach der Geburt entführtes Kind. Das im südamerikanischen Peru spielende Drama wurde durch das spanische Film- und Kulturfestival cinEScultura präsentiert.

Zweiter Film des Doppelpacks war The Man Who Surprised Everyone von den Regisseur*innen Natalya Merkulova und Aleksey Cupov. Das Drama um einen Vater, der im Angesicht des Todes für sich selbst einsteht, wurde von QUEER-Streifen vorgestellt.

Wir bedanken uns herzlich bei CinEScultura und den QUEER-Streifen sowie allen Zuschauer*innen für ihren Besuch!

Stefan Sick im Q&A

Heute um 16:30 Uhr lief Das innere Leuchten von Stefan Sick in den Kinos im Andreasstadel im Wintergarten. Der Film beschäftigt sich mit dem bedeutsamen Thema Demenz, welchem unsere Gesellschaft immer noch mit Angst und Verdrängung begegnet.

Im Q&A diskutierte Regisseur Stefan Sick gemeinsam mit Moderatorin Michaela und sprach auch kritisch über die Frage der Authentizität seines Films. “Die Einrichtung, die der Film portraitiert, ist tatsächlich genauso wie im Film dargestellt”, bemerkte Sick. Entscheidend sei vor allem der Umgang mit den Betroffenen und die persönliche Einstellung zum Krankheitsbild.

Stefan Sick gelingt es, Demenz nicht nur als Bürde, sondern als natürlichen Teil unseres Lebens darzustellen. Wir sind dankbar für den Einblick in einen sonst häufig verborgenen Teil der Gesellschaft und auch für das tolle Gespräch!

Peter Hartwig im Q&A

Systemsprenger – ein Film der wahrlich unter die Haut geht. Regisseurin Nora Fingscheidt hat mit viel Feingefühl ein Thema von großer sozialpolitischer Relevanz auf die Leinwand gebracht: Die neunjährige Benni (Helena Zengel) ist ein Kind, das schon in frühester Kindheit schwer traumatisiert worden ist. Ein sogenannter „Systemsprenger“, der seitdem von Heim zu Heim, von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gereicht wird – bis der nächste unkontrollierte Wutanfall den nächsten Kurzzeit-Aufenthalt in einer psychiatrischen Einrichtung erfordert.

Nach der sehr emotionalen Filmvorstellung hatte das Publikum zusammen mit unserer Moderatorin Leonie Barta die Möglichkeit mit dem Produzenten Peter Hartwig über den Film zu diskutieren. Mit reger Beteiligung in Form von vielen Fragen von Seiten der Filmbesucher*innen sprach Peter Hartwig vor einem bis auf den letzten Platz besetzten Ostentor Kino in einer aufschlussreichen Diskussion über die sensible Thematik, die Wichtigkeit von sozialen Berufen und auch deren große Verantwortung. Besonders anschaulich zeigte er, dass nicht Benni diejenige ist, die das System sprengt, sondern dass das System nicht mit ihr umgehen kann.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Peter Hartwig und unserer Moderatorin Leonie!

Podiumsdiskussion MOVIES MATTER

Was für ein inspirierender Sonntagnachmittag bei HEIMSPIEL IM TRANSIT! Bei der Podiumsdiskussion MOVIES MATTER sprach Moderator Lukas Liska mit Speaker*innen aus der Filmbranche und dem Regensburger Publikum über Chancen und Grenzen (queer-)feministischer Agenden im Dispositiv Film.
ProQuote Film-Vorstand Barbara Teufel, NIHRFF-Leiterin Andrea Kuhn, Regisseurin Susanne Heinrich und Filmkritiker Jan Künemund diskutierten, analysierten und kritisierten Männerbünde, problematische identitätspolitische Repräsentationsagenden, eindimensionale Erfolgsbegriffe und mutige, eigenständige und ungewöhnliche Perspektiven jenseits des europäischen Mainstreams.
Wir danken dem Bundesverband “Demokratie leben!” zur Prävention von Menschenfeindlichkeit für die Unterstützung und den Speaker*innen, dem Moderator sowie dem interessierten Publikum für das sachkundige, sympathische und differenzierte Gespräch!

© Christoph Gabler

HEIMSPIEL IM TRANSIT geht in die zweite Hälfte!

Wir haben „Halbzeit“! Der vierte Tag des HEIMSPIEL IM TRANSIT Festival neigt sich dem Ende und seit der berauschenden Eröffnungsnacht ist viel passiert. Spannende Gespräche mit unseren Gästen, mitreißende Screenings, aufschlussreiche Diskussionen und unsere Partys in der Kinokneipe sorgten für Festivalstimmung. Nach dem erfolgreichen Auftakt sind wir umso motivierter auch die zweite Hälfte der Festivalwoche zu einer tollen Zeit zu machen!

© Christoph Gabler

Sympathisches Trio im Andreasstadel

„Filmfeste haben in der heutigen Zeit eine komplett neue Bedeutung gefunden – Gerade erst dadurch geht man doch wieder ins Kino, nimmt Filme bewusster wahr”, sagte Regisseur Jan Bonny im Gespräch mit dem Publikum nach dem Film Wir wären andere Menschen.

Gemeinsam mit den Schauspielerinnen Aenne Schwarz und Silke Bodenbender war er gestern bei HEIMSPIEL IM TRANSIT zu Gast. Sie stellten sich nach dem Screening von Wir wären andere Menschen im Andreasstadel den Fragen des Publikums. Anschließend lief Jupp, watt hamwer jemaht? im Wintergarten, zu dem ebenfalls ein Q&A mit Bonny stattfand!

Mit Moderator Marius Gardeia unterhielten sich die drei Filmgäste über zu vernachlässigende Restriktionen beim Filmemachen fürs öffentlich-rechtliche Fernsehen, gegenseitige Freiheiten in der Zusammenarbeit mit Jan Bonny, die Wichtigkeit der Ortswahl für die Entstehung der filmischen Geschichte und über die Langweiligkeit des Nicht-Trinkens.

Wir bedanken uns bei Jan Bonny, Aenne Schwarz und Silke Bodenbender für das natürliche und sympathische Gastspiel!

© Christoph Gabler

Impressionen eines Tages während HEIMSPIEL IM TRANSIT

Ein weiterer Tag des Festivals geht zuende. Es wurden spannende Gespräche geführt, tolle Filme gesichtet und eindrucksvolle Momente erlebt. Hier teilen wir einige Impressionen des Tagesgeschehen, der Q&As sowie unserer Gäste.

© Christoph Gabler

Stefan Neuberger im Q&A

Kameramann Stefan Neuberger beim Gespräch zu Heimat ist ein Raum aus Zeit

Der Begriff Heimat nimmt vor allem in Bayern einen besonderen Stellenwert ein. Auch aufgrund der gesellschaftlichen Auseinandersetzungen der letzten Jahre war daher das Interesse am Gespräch mit Kameramann Stefan Neuberger beim ersten Screening in Regensburg besonders groß.

Denn der neue Dokumentarfilm Heimat ist ein Raum aus Zeit von Regisseur Thomas Heise setzt sich auf sehr einzigartige Weise mit diesem Thema auseinander. Im Wechselspiel zwischen gegenwartsbezogenen Bildern und vergangenheitsbezogenen, persönlichen Dokumenten schafft es der Film den Begriff perspektivisch neu zu besetzen.

Herzlichen Dank an Stefan Neuberger für das sympathische Gespräch mit unserem Moderator Lukas Liska und die detailreichen Erläuterungen zu Entstehung und Hintergründen des Films!

Student Academy Award Gewinner bei uns in Regensburg!

Patrick Vollrath gibt gerade ein Fernsehinterview für das BR-Format KinoKino vor dem Screening seines Spielfilmdebüts 7500. Nach der Vorführung im Ostentor Kino wird er sich den Fragen des Publikums und unseres Moderators Maciej stellen. Wir freuen uns auf angeregte Diskussionen und bedanken uns herzlich bei Patrick Vollrath für diese großartige Gelegenheit!