Peter Hartwig im Q&A

Systemsprenger – ein Film der wahrlich unter die Haut geht. Regisseurin Nora Fingscheidt hat mit viel Feingefühl ein Thema von großer sozialpolitischer Relevanz auf die Leinwand gebracht: Die neunjährige Benni (Helena Zengel) ist ein Kind, das schon in frühester Kindheit schwer traumatisiert worden ist. Ein sogenannter „Systemsprenger“, der seitdem von Heim zu Heim, von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gereicht wird – bis der nächste unkontrollierte Wutanfall den nächsten Kurzzeit-Aufenthalt in einer psychiatrischen Einrichtung erfordert.

Nach der sehr emotionalen Filmvorstellung hatte das Publikum zusammen mit unserer Moderatorin Leonie Barta die Möglichkeit mit dem Produzenten Peter Hartwig über den Film zu diskutieren. Mit reger Beteiligung in Form von vielen Fragen von Seiten der Filmbesucher*innen sprach Peter Hartwig vor einem bis auf den letzten Platz besetzten Ostentor Kino in einer aufschlussreichen Diskussion über die sensible Thematik, die Wichtigkeit von sozialen Berufen und auch deren große Verantwortung. Besonders anschaulich zeigte er, dass nicht Benni diejenige ist, die das System sprengt, sondern dass das System nicht mit ihr umgehen kann.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Peter Hartwig und unserer Moderatorin Leonie!

Podiumsdiskussion MOVIES MATTER

Was für ein inspirierender Sonntagnachmittag bei HEIMSPIEL IM TRANSIT! Bei der Podiumsdiskussion MOVIES MATTER sprach Moderator Lukas Liska mit Speaker*innen aus der Filmbranche und dem Regensburger Publikum über Chancen und Grenzen (queer-)feministischer Agenden im Dispositiv Film.
ProQuote Film-Vorstand Barbara Teufel, NIHRFF-Leiterin Andrea Kuhn, Regisseurin Susanne Heinrich und Filmkritiker Jan Künemund diskutierten, analysierten und kritisierten Männerbünde, problematische identitätspolitische Repräsentationsagenden, eindimensionale Erfolgsbegriffe und mutige, eigenständige und ungewöhnliche Perspektiven jenseits des europäischen Mainstreams.
Wir danken dem Bundesverband “Demokratie leben!” zur Prävention von Menschenfeindlichkeit für die Unterstützung und den Speaker*innen, dem Moderator sowie dem interessierten Publikum für das sachkundige, sympathische und differenzierte Gespräch!

© Christoph Gabler

HEIMSPIEL IM TRANSIT geht in die zweite Hälfte!

Wir haben „Halbzeit“! Der vierte Tag des HEIMSPIEL IM TRANSIT Festival neigt sich dem Ende und seit der berauschenden Eröffnungsnacht ist viel passiert. Spannende Gespräche mit unseren Gästen, mitreißende Screenings, aufschlussreiche Diskussionen und unsere Partys in der Kinokneipe sorgten für Festivalstimmung. Nach dem erfolgreichen Auftakt sind wir umso motivierter auch die zweite Hälfte der Festivalwoche zu einer tollen Zeit zu machen!

© Christoph Gabler

Sympathisches Trio im Andreasstadel

„Filmfeste haben in der heutigen Zeit eine komplett neue Bedeutung gefunden – Gerade erst dadurch geht man doch wieder ins Kino, nimmt Filme bewusster wahr”, sagte Regisseur Jan Bonny im Gespräch mit dem Publikum nach dem Film Wir wären andere Menschen.

Gemeinsam mit den Schauspielerinnen Aenne Schwarz und Silke Bodenbender war er gestern bei HEIMSPIEL IM TRANSIT zu Gast. Sie stellten sich nach dem Screening von Wir wären andere Menschen im Andreasstadel den Fragen des Publikums. Anschließend lief Jupp, watt hamwer jemaht? im Wintergarten, zu dem ebenfalls ein Q&A mit Bonny stattfand!

Mit Moderator Marius Gardeia unterhielten sich die drei Filmgäste über zu vernachlässigende Restriktionen beim Filmemachen fürs öffentlich-rechtliche Fernsehen, gegenseitige Freiheiten in der Zusammenarbeit mit Jan Bonny, die Wichtigkeit der Ortswahl für die Entstehung der filmischen Geschichte und über die Langweiligkeit des Nicht-Trinkens.

Wir bedanken uns bei Jan Bonny, Aenne Schwarz und Silke Bodenbender für das natürliche und sympathische Gastspiel!

© Christoph Gabler

Impressionen eines Tages während HEIMSPIEL IM TRANSIT

Ein weiterer Tag des Festivals geht zuende. Es wurden spannende Gespräche geführt, tolle Filme gesichtet und eindrucksvolle Momente erlebt. Hier teilen wir einige Impressionen des Tagesgeschehen, der Q&As sowie unserer Gäste.

© Christoph Gabler

Stefan Neuberger im Q&A

Kameramann Stefan Neuberger beim Gespräch zu Heimat ist ein Raum aus Zeit

Der Begriff Heimat nimmt vor allem in Bayern einen besonderen Stellenwert ein. Auch aufgrund der gesellschaftlichen Auseinandersetzungen der letzten Jahre war daher das Interesse am Gespräch mit Kameramann Stefan Neuberger beim ersten Screening in Regensburg besonders groß.

Denn der neue Dokumentarfilm Heimat ist ein Raum aus Zeit von Regisseur Thomas Heise setzt sich auf sehr einzigartige Weise mit diesem Thema auseinander. Im Wechselspiel zwischen gegenwartsbezogenen Bildern und vergangenheitsbezogenen, persönlichen Dokumenten schafft es der Film den Begriff perspektivisch neu zu besetzen.

Herzlichen Dank an Stefan Neuberger für das sympathische Gespräch mit unserem Moderator Lukas Liska und die detailreichen Erläuterungen zu Entstehung und Hintergründen des Films!

Student Academy Award Gewinner bei uns in Regensburg!

Patrick Vollrath gibt gerade ein Fernsehinterview für das KinoKinoformat des BR vor dem Screening seines Spielfilmdebüts 7500. Nach der Vorführung im Ostentor Kino wird er sich den Fragen des Publikums und unseres Moderators Maciej stellen. Wir freuen uns auf angeregte Diskussionen und bedanken uns herzlich bei Patrick Vollrath für diese großartige Gelegenheit!

Claus Reichel im Q&A

Oray porträtiert sensibel, präzise und lebensnah eine religiöse Subkultur, die in Deutschland jenseits emotional-aufgeheizter Diskurse meist unsichtbar bleibt. Nach dem Screening hatte das Publikum, neben Fragen von unserer Seite, die Möglichkeit mit dem Produzenten hinter dem Film, Claus Reichel, zu diskutieren. Aufgrund der Aktualität der Thematik hat das interessierte Publikum mit reger Beteiligung Fragen zum schwierigen Castingprozess, zur Rezeption im Ausland und zur Reaktion muslimischer Gemeinden auf das Werk gestellt.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Claus Reichel und unserer Moderatorin Michaela!

Elisa Mishto im Q&A

Der zweite Tag des Festivals: Die Eröffnungsnacht ist vorbei, aber bei uns geht es nicht minder interessant weiter. Nachdem Screening von Stillstehen stellte sich die junge Regisseurin Elisa Mishto in einem Q&A den Fragen des Publikums. In offener und amüsanter Art sprach sie über die Produktion ihres Films, den Cast, ihre Lieblingsszenen und die Stärken und Schwächen, die Sie in ihrem Film sieht. Dabei gewährte sie intime Einblicke in die Zusammenarbeit mit Musiker*innen, Manager*innen und ihrem Cast.

Wir bedanken uns für das heitere Gespräch und den spannenden Diskurs!

HEIMSPIEL IM TRANSIT ist eröffnet!

Mit einem geselligen Sektempfang, einem geheimnisumwobenen Auftritt des Barden Somnambuhl, einem freundlichen Grußwort der Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und einer rasanten Jagd durch die Pariser Vororte hat HEIMSPIEL IM TRANSIT endlich begonnen. Nicht nur der Eröffnungsfilm Les Misérables (nochmals bei der Wiederholung am Dienstag zu sehen) begeisterte die Zuschauer, auch das anschließende Konzert der Post-Rocker von Containerhead sorgte für großartige Stimmung. Anschließend wurde in der Kinokneipe unter der abgeklärten Aufsicht des Soundmagiers Mr. Mojo weitergefeiert. Ein gelungener Auftakt und ein Vorgeschmack auf eine intensive Festivalwoche mit anregenden Filmen und faszinierenden Gesprächen. Danke an Christoph Gabler für die Bilder!

© Christoph Gabler