• Zarte Parasiten

    Jakob (Robert Stadlober) und Manu (Maja Schöne) sind wie zwei Käfer, die sich unauffällig in das Leben anderer Menschen einschleichen und sich darin einnisten. Sie schlafen in einem Lager im Wald, duschen im nächstgelegenen Schwimmbad und verdienen ihr Geld, indem sie anderen Menschen gewöhnliche sowie ungewöhnliche Dienste erweisen. Zarte Parasiten ist ein ruhiger Film, der in wunderschönen Bildern die ungewöhnliche Geschichte zweier Liebender erzählt, die die Freiheit suchen aber auf Einsamkeit und Perspektivlosigkeit stoßen.

  • Oliver Schwabe und Christian Becker

    Christian Becker wurde 1971 in Düsseldorf geboren. Nach seinem Schulabschluss arbeitete er zunächst für Werbeagenturen und als Fotoassistent in Düsseldorf und Paris. 1994 begann er ein Studium an der Kunsthochschule für Medien in Köln, das er ab 1997 an der "Escuela de cine y television" in Kuba abschloss. Dort drehte er auch seinen ersten Kurzfilm Viene del cielo, der auf dem Filmfest Dresden 1998 mit dem Preis für den Besten Kurzfilm ausgezeichnet wurde. In den darauffolgenden Jahren entstanden noch zwei weiter Kurzfilme unter Beckers Regie. Oliver Schwabe, geboren 1966 in Hannover, studierte im Anschluss an seine Ausbildung zum Fotografen ebenfalls an der Kunsthochschule für Medien in Köln bis er an die New York University ins Department Arts and Media wechselte. Nach Vollendung seines Studiums arbeitete er als Fotograf, Filmemacher und Videokünstler. Bei den Filmfestspielen in Venedig 2001 wurde der Kurzfilm Freunde/The Whiz Kids, bei dem Schwabe für die Kameraarbeit zuständig war, zum Besten Kurzfilm gekürt. Ihr gemeinsames Langfilmdebüt hatten Christian Becker und Oliver Schwabe 2003 mit Egoshooter. Zarte Parasiten ist die zweite Zusammenarbeit der beiden Filmemacher für die Kinoleinwand.

  • Pressestimmen

    Der kleine Film zeigt nicht nur eine der schönsten Sex-Szenen des deutschen Kinos, sondern erzählt moralfrei eine kluge Geschichte über emotionale Transferleistungen - die Liebe als Ware.
    Spiegel

    Die Regisseure Christian Becker und Oliver Schwabe (Egoshooter 2004) klagen eine Gesellschaft an, die Liebe und Zuneigung nur noch als verkäufliche Ware betrachtet.
    fluter

    So richtig einordnen kann man das Geschäft von Jakob und Manu nicht, doch darin liegt eine Stärke des Films. Genauso wie die beiden Figuren selbst schwankt man als Zuschauer zwischen den Bewertungen gut und schlecht, heuchlerisch und hilfsbereit, gierig und gebend.
    Schnitt

  • Trailer